Kritik zum Konzert im Gloria in Köln 2006

Katja Werker – einfach traumhaft und eine totale Bereicherung für jeden, der bereit ist, sich in wunderbar arrangierte Titel einzuhören, die sich nicht unbedingt beim ersten flüchtigen Reinhören erschließen. Aber dann… !! Eine Stimme, die unter die Haut geht, sich im Kopf festsetzt, Entzugserscheinungen verursacht, wenn ein Lied endet.
Dazu eine experimentierfreudige Instrumentalbegleitung mit ungewöhnlichen Soundkombinationen und unterschiedlichsten Instrumenten, die Arrangements von absolut soft und schmusig bis hin zu rockig und so fetzig, dass es schwer fällt, ruhig sitzen zu bleiben.
Und als wenn das nicht schon mehr als ausreichend wäre, vermitteln Katjas Texte das pure Leben, liebevoll beschriebene Kindheitserinnerungen, fast schon philosophische Gedanken über innere und äußere Freiheit, über Freundschaft, Liebe, Nähe und Distanz.
Wenn die neue CD „Leave that thing behind“ bereits eine Offenbarung ist, so war der Live-Act im Kölner Gloria ein absoluter Höhepunkt. Fast 2 Stunden boten Katja, Laurent und Gerd Live-Musik allererster Güte. Nichts klang „einfach nur“ wie auf den CDs: altbekannte Songs waren neu arrangiert und die Titel der aktuellen CD wurden von der locker-flockig wirkenden, gut gelaunten Band dynamisch und mitreißend dargeboten. Selbst die notwendigen Umbau- und Tuningpausen waren eine Bereicherung.
Das lag einerseits an den eingestreuten kurzen Textvorträgen der Künstlerin und an den witzigen kleinen Wortgefechten zwischen den Akteuren, besonders aber an Katjas netter Art, ihr Publikum anzusprechen und einzubeziehen. Eine authentische Frau mit riesigem musikalischem Potential, von der wir hoffentlich bald wieder etwas hören.
(Margit)

Hier könnt ihr euch nach Terminen erkundigen und Konzertkarten kaufen